LuckAffe – Deutsch ist doch so eine schöne Sprache

So, wie im ersten Eintrag angekündigt komme ich hiermit zu der Sparte “Worte”.
Ich bin bekennende Worteliebhaberin, Worte machen mir Spaß. Sie auf der Zunge zu kosten, probehalber mal laut aussprechen, ihren Klang zu hören, einfach mal aufzuschreiben – eine ganz eigene Art von Vergnügen für mich.
So viele Worte gehen dieser Tage verloren, das ist unglaublich schade. Menschen die sich im Internet überhaupt keine Mühe geben verständliche Sätze zu schreiben “wail ds y shnllr ght” häufen sich, auch im Alltag wird sich immer mehr dem Neu-Deutsch oder auch Denglish bedient. Zugegeben, oft kann man sich dem nur schwerlich bis gar nicht entziehen. Man hört sie einfach immer wieder, da schleichen sich so manche Worte einfach mit in den Wortschatz. Worte wie z.B. “geflasht”, “Shop” ist auch ein schönes Beispiel, genauso wie der “Coffee to go”. Wenn ich schön höre wie manche Leute “nice anzusehen” sind und der Typ ja echt “hawt” ist — sorry, I’m German. Wisst ihr wie ich meine? Als gäbe es in der deutschen Sprache nicht genug Wörter! Also bitte.

Deswegen habe ich mich also entschlossen ein Projekt zu starten. Hier, auf meinem kleinen, ziemlich unbekannten Blog. Wie das aussehen soll? Nun, es wird noch eine extra Seite für dieses Projekt geben. Und dann geht es ans sammeln: Ich möchte Worte sammeln und hier speichern. Ein richtiges Verzeichnis mit deutschen Wörtern füllen die skurril, lustig, schön, ungewöhnlich, ausdrucksstark oder wie auch immer sind. Egal ob sie noch relativ jung sind oder schon uralt. Dabei spielt es keine Rolle ob es skurril/lustig/schön/ungewöhnlich/ausdrucksstark/wie-auch-immer-ist wegen seiner Bedeutung/dem Klang/der Schreibweise oder was man sich sonst so vorstellen kann. In unregelmäßigen Abständen werde ich Worte vorstellen, manchmal auch Wortkombinationen. Mit ein bisschen Text dazu, einfach ein Wort hinzu klatschen wäre ja langweilig. ;) Aber keine Sorge, ich mache hier keinen auf Duden. :mrgreen: Dabei ist jeder herzlich eingeladen mir einen Kommentar oder eine E-Mail mit einem oder mehreren Wörtern zu schicken, so oft ihr möchtet oder euch was über den Weg läuft. :D
Die Worte werden dann immer in die Liste eingetragen die auf der extra Seite verfügbar sein wird.
Bei meiner Sammlung geht es mir übrigens nicht darum nur Worte aufzunehmen die etwas Positives umschreiben/bedeuten, es dürfen auch gerne negative sein! Solange das ganze nichts Rassistisches, Pornografisches, Diskriminierendes oder Beleidigendes ist, ist alles in Butter. ;)
Was ich mir davon erhoffe? Also, ich habe nicht vor die Welt revolutionär zu verändern, das ist utopisch. ;) Ich möchte einfach zeigen dass es sehr wohl auch anders geht, ein bisschen in Erinnerung rufen was für eine schöne Sprache Deutsch doch eigentlich ist und sein kann.
Sehr bald kommt mein erster Beitrag dazu mit versch. Beispielen, ich glaube, dann versteht man besser was ich genau meine. ;)

Zum Schluss der Name: LuckAffe – Deutsch ist doch so eine schöne Sprache
Maßgebliche Schuld an dem Titel trägt dieses Graffiti bei.

Das schien mir perfekt, das ist doch eines der Beispiele überhaupt wie da Deutsch & English wild vermischt wird ohne dass sich Gedanken darum gemacht wird was das genau bedeutet bzw. ob es überhaupt Sinn ergibt.

Ach, noch was: Versteht mich nicht falsch, ich verteufle niemanden grundsätzlich, ich bin nicht auf so einem extremen Trip a lá “Wie kann man nur unsere geliebte Muttersprache so verschandeln?!” ;)

Soweit für den Anfang. Ich bin gespannt ob und wie die Idee ankommt, ich lasse es einfach mal auf einen Versuch drauf ankommen. Denn wie heißt es so schön: Lieber versuchen und scheitern, als es nie zu versuchen.

Das Summen in meinem Kopf

Ein ruhiger Moment in dem ich meine Gedanken schweife lasse und schon ist es wieder da. Dieses Summen. Es längt ab, es stört mich in meiner Ruhe. Einzelne Fetzen heben sich deutlich hervor, drängen sich mir laut auf. Fordern dass ich zu Stift und Papier greife damit ich aus diesem Strudel von Überlegungen, Ideen etwas behalte. Mich packt eine gewisse Unruhe, gepaart mit der Weiterführung einzelner Stränge. Die Ruhe ist gestört, es ist wieder passiert. Es hat mich gepackt. Schon macht sich eine kleine Angst breit, befürchtet dass ich die vielen verschiedenen Ideen nicht behalten kann, dass wieder irgendwas untergeht. Also greife ich beherzt nach einem Zettel, lange energisch nach dem Kugelschreiber der aufmüpfig aus dem Behältnis ragt.
So fließen die Worte aus meinem Kopf auf das Blatt Papier, reihen sich zu Sätzen aneinander, schließlich wird daraus ein ganzer Absatz. Immer weiter huscht die Hand über das Papier, füllt Zeile um Zeile, bedeckt schließlich eine ganze Seite. Mittlerweile befinde ich mich wie in einem Rausch, die Worte fliegen mir nur so zu, kommen wie selbstverständlich.
Und wenn dann der Stift endlich still steht, der Kopf ruhiger wird und ich langsam aus meinem Trance-artigen Zustand erwache, in ein zufriedenes Nichts denken gleite, bereitet sich diese ganz eigene Art von Erschöpfung aus.

Doch in das zufriedene Schweigen mischt sich ein kleiner Wermutstropfen. Er muss sich gar nicht mit Worten mitteilen, ich verstehe ihn auch so: Das war nur einer der vielen weitergesponnenen Fäden. Der Rest wartet weiter darauf aufgegriffen und erfasst zu werden.

Bei diesem Gedanken muss ich leise lächeln. Das Summen darf gerne wieder kommen.