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Das Summen in meinem Kopf
Ein ruhiger Moment in dem ich meine Gedanken schweife lasse und schon ist es wieder da. Dieses Summen. Es längt ab, es stört mich in meiner Ruhe. Einzelne Fetzen heben sich deutlich hervor, drängen sich mir laut auf. Fordern dass ich zu Stift und Papier greife damit ich aus diesem Strudel von Überlegungen, Ideen etwas behalte. Mich packt eine gewisse Unruhe, gepaart mit der Weiterführung einzelner Stränge. Die Ruhe ist gestört, es ist wieder passiert. Es hat mich gepackt. Schon macht sich eine kleine Angst breit, befürchtet dass ich die vielen verschiedenen Ideen nicht behalten kann, dass wieder irgendwas untergeht. Also greife ich beherzt nach einem Zettel, lange energisch nach dem Kugelschreiber der aufmüpfig aus dem Behältnis ragt.
So fließen die Worte aus meinem Kopf auf das Blatt Papier, reihen sich zu Sätzen aneinander, schließlich wird daraus ein ganzer Absatz. Immer weiter huscht die Hand über das Papier, füllt Zeile um Zeile, bedeckt schließlich eine ganze Seite. Mittlerweile befinde ich mich wie in einem Rausch, die Worte fliegen mir nur so zu, kommen wie selbstverständlich.
Und wenn dann der Stift endlich still steht, der Kopf ruhiger wird und ich langsam aus meinem Trance-artigen Zustand erwache, in ein zufriedenes Nichts denken gleite, bereitet sich diese ganz eigene Art von Erschöpfung aus.
Doch in das zufriedene Schweigen mischt sich ein kleiner Wermutstropfen. Er muss sich gar nicht mit Worten mitteilen, ich verstehe ihn auch so: Das war nur einer der vielen weitergesponnenen Fäden. Der Rest wartet weiter darauf aufgegriffen und erfasst zu werden.
Bei diesem Gedanken muss ich leise lächeln. Das Summen darf gerne wieder kommen.
