[Premiere] Sensorreinigung die Erste

Jetzt habe auch ich meine erste Sensorreinigung hinter mir und kann sagen: War gar nicht so schlimm! :D Und jetzt möchte ich gerne von meinen Erfahrungen berichten. Es gibt zwar schon unzählige davon, noch mehr Anleitungen, aber eine mehr wird nicht schaden. ;)

Zum reinigen habe ich Sensor-Film benutzt. Die Kombination aus Lenspen + Lupe + Blasebalg hat mich aus verschiedenen Gründen nicht so recht überzeugt. Ich habe mich für die flüssige Version von Sensor-Film entschieden, nicht für das Trockenpulver was man verdünnen muss. Da meine Kamera schon “alt” ist und der Sensor noch nicht mit Fluorid beschichtet ist, habe ich mich für das 15ml Fläschchen entschieden. Dies reicht je nach Größe des Sensors für etwa 50 Anwendungen. Mitgeliefert wird auch noch ein kleiner Bogen Papier, der sollte reichen bis das Fläschchen leer ist und selbst wenn nicht: Ein handelsübliches Blattpapier kann man auch benutzen.

Daneben braucht es noch einen Pinsel. Ich empfehle hier ganz klar einen dünnen, schmalen Haarpinsel. Man solltet vor allem darauf achten dass es keiner ist dessen Haare sich spreizen oder gar Haare verliert. Bei den Pinseln die man früher [oder auch derzeit ;) ] so für den Kunstunterricht benutzt hat würde ich daher nicht benutzen. In einem Bastelladen findet sich meist auch eine gute Auswahl an Pinseln, greift da ruhig zu einem etwas teureren (mit der Betonung auf etwas), reicht völlig. Außerdem eine Pinzette, im Idealfall eine aus Plastik, eine normale ohne Spitze ist auch in Ordnung. Nur eine mit Spitze würde ich nicht benutzen.

Beim reinigen solltet ihr vier Dinge beachten: Sucht euch ein Platz an dem ihr viel Licht habt bzw. auch Platz für eine zusätzliche (Schreib-) Tischlampe habt. Den solltet ihr vorher natürlich säubern; einfach feucht drüber wischen reicht schon. Und bei der Reinigung mit Sensor-Film: Reinigt nicht an einem strahlenden schönen Tag der gerade zu danach schreit Fotos zu machen. ;) Außerdem sollte euer Akku wirklich zu 100% vollgeladen sein! Dass ist enorm wichtig. Solltet ihr eine der neueren Canon Kameras haben (wie es bei Nikon aussieht weiß ich nicht) müsst ihr euch darum keine Sorgen machen. ;) Bei denen klappt sich nichts zu, selbst wenn man den Akku raus nimmt. Bei der 7D ist dies z.B. der Fall, selbst getestet. Darüber solltet ihr euch aber vorher informieren / es testen wenn ihr euch nicht sicher seid. Meine ist zu alt. Akku leer = Klappe zu.

Jetzt aber zum tatsächlichen reinigen: Mein auserwählter Platz war der Küchentisch, mit einer Schreibtischlampe drauf. Dadurch hatte ich nah über der Kamera Licht, ich fand das sehr gut. Damit die Kamera gerade lag und die Flüssigkeit sich nicht zu sehr auf einer Seite sammeln konnte habe ich vorher die Augenmuschel abgemacht. Danach ging es auch schon los: Kamera auf Sensorreinigung stellen und los! ;) Pinsel nur ganz leicht eintauchen, am Rand des Fläschchens abstreifen (damit nicht zu viel auf einmal drauf kommt) und auf den Sensor (naja, nicht direkt, sagt man ja nur so) gestrichen. Die Konstanz von Sensor-Film ist irgendwo zwischen flüssig und zähflüssig. Genau dazwischen und meiner Meinung nach genau richtig. Es verläuft nicht, nur wenn die Kamera nicht flach / gerade liegt und genau das sollte ja nicht der Fall sein. ;) Man sollte aber auch unbedingt darauf achten nicht zu viel von der Flüssigkeit zu verwenden! Im schlimmsten Fall ist euer Akku leer bevor es getrocknet ist und wenn eure dann auch zuklappt, gibt dass eine deftige Rechnung für die Reparatur. Ich muss aber sagen, dass das echt einfach war. Man muss zwar darauf achten nicht über den Rand zu kommen, aber selbst für jemanden der es damit sonst nicht so hat (ich! ich! ich!) ist das eigentlich kein Problem. Sensor-Film lässt sich gut auftragen und obwohl ich mir echt Zeit gelassen habe, hat das keine 5 Minuten in Anspruch genommen. Danach habe ich noch ein Blatt Papier über die Kamera gelegt. Dafür kann man ein normales Din A4 Blatt nehmen, ich habe ein Din A4 Blatt einfach zweimal gefaltet (einmal längs, einmal quer) und mir daraus ein Din A5 Blatt gerissen. Reicht auch. Jetzt geht es ans warten. Bis zu zwei Stunden dauert das. Bei mir war nach 1 1/2 Stunden bereits alles trocken, wahrscheinlich schon früher, nur wie viel früher kann ich nicht sagen. Danach habe ich aus dem mitgelieferten Bogen Papier einen kleinen Streifen ausgeschnitten. Der sollte ungefähr so lang sein, wie euer Sensor breit ist. Besonders breit muss der Streifen nicht sein. (Schaut euch auch einfach mal das kurze Video auf der Homepage an, ist allerdings auf Englisch. Oder lest es euch einfach durch, dass ist auf Deutsch und auch mit zahlreichen Bildern.) Eine Ecke wird zu einem kleinen Dreieck gefaltet, am anderen Ende schneidet man auf beiden Seiten ein wenig rein, um eine Art Lasche zu haben. Das Dreieck wird nochmal mit ein bisschen Sensor-Film bestrichen und ein Punkt an das andere Ende gesetzt. Jetzt kommt eure Pinzette zum Einsatz: Nehmt den Streifen und setzt ihn vorsichtig auf den Sensor; das Ende mit dem Dreieck sollte dabei in die obere rechte Ecke „geklebt“ werden und das andere kommt schräg nach links unten (aber nicht in die Ecke) so dass der Streifen eine Art Bogen bildet. Jetzt muss man wieder bis zu 30 Minuten warten. Dann nimmt man sich wieder die Pinzette zur Hand, greift sich den Teil des Papiers der „absteht“ und zieht die getrocknete Flüssigkeit ab. Es braucht da vielleicht einen Ruck, ist aber ganz einfach. Bei mir hat es sich ganz leicht und in einem Stück abziehen lassen – dass sollte es immer, dann hat man alles richtig gemacht. ;) Und dass war es auch schon! Ich hatte keine schlieren o. Ä. und erst recht keinen Schmutz mehr. (:

Es mag furchtbar kompliziert klingen was ich hier so geschrieben habe, man mag mir dies bitte nachsehen. Schaut euch wirklich mal auf der Seite von Sensor-Film um, da sieht man Fotos und natürlich das Video. Die Zeit, in der ich wirklich etwas machen musste beschränkt sich auf unter 10 Minuten, was das scheinbar so lang macht, ist die Wartezeit. Und selbst die geht schnell um. Von mir eine ganz klare Empfehlung, ich bin absolut zufrieden. Mein Akku hat ohne Probleme gereicht und auch sonst gab es keine Schwierigkeiten.

[Ausprobiert] Aktionen für Photoshop

Schon oft sind mir auf deviantART Fotos aufgefallen, bei denen oft ein Credit zu Nutzer xyz war mit dem Verweis “used her/his action …”. Meist gefallen mir solche Bilder nicht, dass ist einfach immer zuviel des guten. Es sieht viel mehr nach manipulation aus als fotografie.
Trotzdem gibt es auch schöne und ausprobieren wollte ich sowas schon mal gerne. Einfach um zu wie das genau funktioniert (und um mal nachvollziehen zu können warum das so hoch im Kurs ist, zumindest auf dA). Meine “Testaktionen” brachten mir Ergenisse, mit denen ich absolut nicht zufrieden war. Aber die Grundidee von den Aktionen, nämlich das mit einem Klick verschiedene Arbeitsschritte ausgeführt werden, die hat mich begeistert. Also habe ich mich hingesetz, ausprobiert, verworfen, neu angefangen und immer wieder getestet. Am Ende habe ich es dann aber doch geschafft, zwei kleine Aktionen zu erstellen. Allerdings sind es nur kleine hilfen um nicht die immer gleichen Arbeitsschritte zu wiederholen.
Aktion 1 verändert die Farbbalance, die selektive Farbkorrektur und ein klitzkleines bisschen an der Graditationskurve (RGB nur einen winzigen Hauch, bei Blau etwas mehr).
Aktion 2 verändert ebenfalls die selektive Farbkorrektur (natürlich mit anderen Einstellungen) und die Kurven für Rot, Grün und Blau.

Und damit ihr euch ein Bild davon machen könnt was die so für Unterschiede bringen gibt es natürlich Bilder. ;) [Klick macht wieder größer, die größere Ansicht bietet sich diesmal an weil man da eher die Unterschiede sieht.] Weiterlesen